Streiflichter Nr..234 vom 15.4.2014

(1) Na - das Jahr fängt ja gut an

In der Tat fängt das Nacktwanderjahr dieses Mal nicht nur gut, sondern auch früh an - nicht nur hierzulande, sondern auch im benachbarten Frankreich.

Dies zeigt uns ein Bericht der „Association Naturiste Phocéenne (ANP)“, in dem von der dortigen Sommer-Saisoneröffnung vor rund 14 Tagen berichtet wird.

Die ANP lud ihre Mitglieder und Freunde in das Mittelgebirge von Luberon ein. Bei sonnigem Wetter wanderten 31 Teilnehmende auf „mittlerer Höhe“ von rund 500 m einen leichten, auch für Anfänger geeigneten Kurs.


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Während des rund 4-stündigen Wanderung boten sich immer wieder Gelegenheiten zu weiten Ausblicken :


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Patricia und Aurilie finden das super. Cécile schlägt eines der dabei entstandenen Fotos zur Veröffentlichung im „Naturisme Magazine“ vor.
Darin will ich mich ihr anschließen.

Auch interessant :
Ein nachträglicher Blick in den Wetterbericht zeigte, dass für diesen Tag eine „gefühlte“ Temperatur von 16 C vorhergesagt wurde.

Wohlgemerkt - das war die Vorhersage.
Den Berichten und Bildern nach lag die „gefühlte“ Temperatur bei 20 C.


(2) Neues in Dänemark

Das Nacktbaden an den weiten Stränden Dänemarks – bis auf wenige Ausnahmen – zulässig ist, sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein.

Um diese in Dänemark (und auch bei den ausländischen Touristen) – trotz der nun schon viele Jahrzehnte geltenden Regelung – noch nicht überall verinnerliche Tatsache bekannter zu machen, haben sich die „Danske Naturister (DN)“ entschlossen, eine kleine Werbekampagne zu starten, die in diesen Tagen mit der Veröffentlichung einiger Bilder beginnt.

Mit den beigegebenen Texten soll so für sozial verträglich Nacktheit geworben werden.

„Regenmacher, das ist doch alles nur Theorie. Zeige uns statt dessen konkrete Beispiele.“

Beispiele – das ist ein gutes Stichwort.
Hier die ersten drei Plakate dieser Reihe :

http://www.naturister.dk/wp-content/uploads/2014/03/skitse3a.jpg

http://www.naturister.dk/wp-content/uploads/2014/03/skitse3b.jpg

http://www.naturister.dk/wp-content/uploads/2014/03/skitse3c.jpg

Alle sind mit der Unterzeile „I Danemark er dat lovligt at nøgenbade !“ (In Dänemark ist das Nacktbaden erlaubt !) versehen, was daraus eine Werbeaktion fürs Nacktbaden macht.

Soweit – so gut.

Noch besser aber ist es, dass die DN all Interessenten dazu einlädt, die Bilder im Internet mit ihnen zu teilen, sie auf ihre Server hochzuladen, in ihre Internetauftritte einzubauen und weitere Wege der Verbreitung zu nutzen.

Ich will auch bemerken, dass jeweils unten links das Logo der INF eingeblendet ist, was aus der Aufklärungsaktion der DN eine Aufklärungsaktion der INF macht.
(An Versionen mit deutschen bzw. englischen Texten wird derzeit noch gearbeitet)

Überhaupt tut sich in Dänemark ja so einiges :

Erst vor wenigen Tagen wurde Mette, die ich - schließlich sitze ich hier im Regieraum - schon einmal im Zusammenhang mit den von ihr gelobten Nacktwanderungen absichtsvoll erwähnte, in einer Jahreshauptversammlung der DN zu Vorsitzenden/Präsidentin gewählt.

Das passt mir nicht nur gut ins Konzept sondern auch zu neueren Entwicklungen in Argentinien, Brasilien und (in allernächster Zukunft) auch in Frankreich. In Bälde werde ich dazu wohl eine eigene Notiz im Strom der Streiflichter einschieben können.

Jetzt aber lasse ich hier erst einmal wieder die nackte Kugel rollen :


(3) Die nackte Kugel rollt und rollt und ...

Einer der kleineren, aber mit 85 Jahren auch einer der ältesten FKK-Vereine Frankreichs ist der „Gymno Club Rhodanien“. Sein Gelände liegt nur wenige Minuten vor den Toren von Lyon. Es ist kein sonderlich großes Gelände, aber wie der Name des Vereins bereits andeutet, werden neben dem Clubhaus reichlich Möglichkeiten geboten, dem Nacktsport zu frönen : Tennis, Fußball, Badminton, Boccia, Bogenschießen ...

Und vor rund 3 Wochen kam eine „neue“ Sportart hinzu : Nacktkegeln / Nacktbowlen.

In der Tat, lud der Verein seinen Mitglieder und Freunde für Samstag, den 22. März, zu einem Nacktbowling-Wettbewerb ins „Bowlingstar“ ein. Der „Verband der französischen Naturisten (FFN)“ wies im Vorfeld auf die Veranstaltung hin. Auch im Blog des „Naturisme Magazine“ wurde mit folgendem Foto dafür geworben :


http://www.naturismemagazine.com/Naturismemagazine/Images/Blog/1390391199966_partager-bowlinglyon.jpg

So war es denn kein Wunder, dass sich in der Halle am Veranstaltungstag bei regnerischem Wetter 32 Teilnehmende in Limonest einfanden. Darunter – ungewöhnlich für eine Bowling-Veranstaltung – ca. 10 Frauen und ein Baby. Es hatte also schon etwas von „Familienfest“.

Zuerst geht es darum, die passenden Kugeln zu finden und sich auf die Bahn einzuspielen :


http://mnvr.e-monsite.com/medias/images/jmfr2739.jpg

( Links – das ist übrigens Bernhard, vom „Les Marcheurs Nus du Val de Roanne“, einem der drei Nacktwander-Vereine Frankreichs, über den hier auch schon mehrfach notiert wurde )

Dann beginnt es auf mehreren Bahnen


http://mnvr.e-monsite.com/medias/images/bowlingstar-459.jpg

... wobei natürlich immer wieder Zeit für eine Pause ist :


http://mnvr.e-monsite.com/medias/images/bowlingstar-451.jpg

Große Anzeigetafeln gebenden den aktuellen Spielstand wieder :


http://mnvr.e-monsite.com/medias/images/bowlingstar-472.jpg

Dieser ist nicht unwichtig, denn „Bowlingstar“ hat – um die Nacktbowler willkommen zu heißen – für die jeweils 3 Erstplatzierten Preise gespendet.

Bevor es dann zum Essen geht, wird noch schnell ein Gruppenfoto von einigen der Beteiligten gemacht :


http://mnvr.e-monsite.com/medias/images/jmfr2741.jpg

Wir sehen : Auch mit dem Nacktkegeln / Nacktbowlen geht es voran.

Bernhard, von dem eben die Schreibe war, hat einen Bericht „Journée bowling naturiste“ über die Veranstaltung verfasst. Dieser Bericht ist abrufbar von der HP „seines“ Nacktwandervereins :

http://mnvr.e-monsite.com/blog/rando-nues-2014/journee-bowling-naturiste.html


(4) Protagonisten gesucht

Vor einigen Tagen wurde auf der Homepage des Verbandes der Niederländischen Naturisten „Naturisten Federatie Nederland (NFN)“ ein kleiner Aufruf gepostet, in dem nach Protagonisten für die „nackte Sache“ gesucht wird.

Der „nackten Sache“ soll ein Gesicht gegeben werden.

Besser : Es sollen gleich mehrere Gesichter sein, die dann für die Vielfältigkeit des nackten Lebens stehen. Idealerweise wird zu den Bildern auch noch etwas zu den Interessen der dargestellten Personen geschrieben, so dass – wenn alles glatt läuft – ein breites Bild von der nackten Sache gegeben wird.

Die niederländischen NFN gibt als Beispiel folgendes Bild an,


http://www.nfn.nl/upload/Image/A-Naaktvakantie/naaktmodellen.jpg

Es gilt, das „Nackte“ mit „Personen“ und den hinter ihnen stehen „Geschichten“ zu verbinden. Im vorliegenden Beispiel könnte das die Idee vom „nackt Gärtnern“ sein.

Es steht mir nicht an, der NFN Ratschläge zu geben, aber trotzdem will ich ergänzend hinzufügen, dass es zumeist weit erfolgreicher ist, wenn man – nach vorhergehender Suche – Mitglieder aus dem Kreis der NFN persönlich und nicht nur durch solch einen „allgemeinen Rundruf“ anspricht.

Erfahrungsgemäß ist es nämlich so, dass „Rundsprüche“ nicht nur schnell überhört und mit der Bemerkung „da kümmert sich schon ein anderer drum“ abgetan werden, sondern dass sich die wirklich geeigneten Personen sogar häufig „verstecken“ und erst mühsam gefunden werden müssen. Mette Duekilde – seit einigen Tagen Vorsitzende/Präsidenten der Danske Naturister – ist nur eines von vielen Beispielen, die ich hier anführen könnte.

In Kurz :
Den Verantwortlichen der NFN ist aktive Suche und eine daraus folgende, persönliche Ansprache zu empfehlen.


(5) Naturaufnahmen

Schöne Naturaufnahmen erfordern viel Geduld.
Das gilt insbesondere für Tieraufnahmen.

Häufig muss sich der Fotograph in aller Frühe „auf die Lauer legen“ und stundenlang oder gar tagelang auf eine passende Gelegenheit warten.

Bei so viel Einsatz ist es dann immer besonders schön, wenn ihm ein schönes Foto gelingt.

Zum Beispiel dieses Bild von einem Papagei :


http://f.blick.ch/img/incoming/origs2736691/859556534-w644-h429/bdt00001-4.jpg

Es soll – so wird berichtet – stundenlange Vorbereitungen erfordert haben.

„Regenmacher ... von wegen Papagei ... schau doch einmal genau hin ... das ist doch ...“

Ja, ja – jetzt, wo du es sagst, sehe ich es auch.

Ok – ich gebe es zu, dies schon gewusst zu haben, denn das Bild ist schon vor einiger Zeit veröffentlicht worden. Es stammt – Experten werden es längst wissen – aus den Arbeiten der 35-jährigen Südtirolers Johannes Stötter. Wer mehr darüber erfahren will, mag unter

http://www.johannesstoetterart.com

nachschauen, wo sich weitere Beispiele zur „Nature-Art“ von Johannes finden.


Alle Grüße
michael regenmacher / strothjohann

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