Streiflichter Nr..250 vom 26.9.2014

(1) Karen, die Chefin der kanadischen Naturisten

In dieser Notiz geht es mir um Karen Grant, einer der von mir zu fördernden Talente aus Kanada. Karen kam hier in den Streiflichtern ja auch schon häufiger vor :


http://www.fcn.ca/images/stories/karen_president_200x200.jpg
(Karen Grant)

Zur Erinnerung hier eines der vielfach zitierten Bilder, die Mark Blinch vor wenigen Jahren für eine Fotodokumentation zum Thema Naturismus machte (u.a. wurde auch im Streiflicht Nr.100 vom 92.11.2011 dazu notiert)


http://files.newsnetz.ch/bildlegende/43402/543800_pic_970x641.jpg
(Karen Grant mit ihrem Mann Bruce)

Und in diesem, ebenfalls in den Streiflichtern kürzlich zitierten, von besagtem Mark Blinch gefertigten und freundlicherweise öffentlich gestellten Video erläutern Karen Grant und Stephane Deschenes ihre Sichtweisen auf : Naturism, Sexuality, Family, Society, Refuge :

http://vimeo.com/27411985

Hier sehen wir die beiden, anlässlich eines Besuches in Montalivet, der u.a. auch der Vorbereitung einer „Frankreich-Reise“ der kanadischen Naturisten diente :


http://1.bp.blogspot.com/-1gvv45Z9vxw/UNr7eE0QEWI/AAAAAAAABYs/1u6AvdH-ULY/s1600/Montalivet125.jpg

Auch die dröge Verbandsarbeit scheut die bescheiden wirkende Präsidentin des offiziellen - auch in der großen INF beheimateten - Verbandes der kanadischen Naturisten FCN/FQN nicht, wie uns dieses Bild vom 33. INF-Weltkongress im Naturistencamp Koversada im Jahre 2012 zeigt :


http://sphotos-b.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/262238_441175375921147_1570245500_n.jpg

Dabei – auch das ein Plus – scheut sie selbst unangenehme Details nicht. Letzteres mache ich an unpopulären Sparmaßnamen fest, die kürzlich in der FCN/FQN umgesetzt werden mussten. Als Beispiel will ich Umstellungen in der Produktion und im Vertriebsweg des vierteljährlich erscheinenden Verbandsblattes „Going Natural“ anführen. Obwohl dessen Umfang in den letzten vier Jahren von rund 70 Seiten auf nunmehr rund 50 Seiten gekürzt und zwischenzeitlich auch der Vertriebspartner gewechselt wurde, betrugen die von den Mitgliedern zu tragenden „Nettokosten“ immer noch 5000 kanadische Dollar, also umgerechnet ca. 3500 Euro. (etwas genauer: 9500 kan. Dollar Produktions- und Vertriebskosten abzüglich 4500 kan. Dollar Anzeigen-Einnahmen = 5000 kan. Dollar), was nun dazu führte, dass nur noch 2 „gedruckte“ Hefte im Jahr versandt, die beiden anderen Hefte aber „elektronisch“ verbreitet werden. Das ist ein nicht unumstrittener Schritt, der aber langfristig dazu führen kann, dass die FCN größere finanzielle Unabhängigkeit erlangt und sich von (gelegentlich nicht immer waschechten) Inserenten trennen kann. So mein frommer Wunsch.

„Regenmacher … Karen hin .. Karen her … ich will dir ja nicht zu nahe treten … aber … man könnte meinen … du hättest was mit ...“

Nein, nein, vielmehr schildere ich Karens Beiträge zu Beginn dieses Streiflichtes etwas ausführlicher, um wirklich jedem deutlich zu machen, dass sich Karen in allerlei Ehrenämtern, darunter auch ihre Präsidentschaft im Naturisten-Verband, um den Naturismus in Kanada verdient gemacht hat.

Und auch immer noch verdient macht. Aber davon erzähle ich (aus dramaturgischen Gründen) erst in ein paar Minuten – am Ende diesen Streiflichtes.

Jetzt blicke ich absichtsvoll in Richtung Hannover.
Zum DFK.
Dort wird wohlwollend genickt.

Auch wegen meiner Bemerkung über die Ehrenämter.

Sowohl im Allgemeinen als auch im Bezug zur sympathisch wirkenden Präsidentin des offiziellen kanadischen Naturisten-Verbandes.

Wenn die wüssten, wie dieses Streiflicht in wenigen Minuten endet …

… aber nicht, dass ihr mir jetzt ungeduldig nach unten scrollt, denn nun geht es erst einmal in die wohlig warmen Fluten der Nordsee :


(2) Nacktbaden in der warmen schottischen Nordsee

Heuer riefen die Mitglieder der Gruppe „North East Skinny Dip“ in Schottland zum dritten Mal zu einem gemeinsamen Nacktbaden auf. Inzwischen ist es eines der größten Nackt-Events dort und gehört allein schon deshalb in die Streiflichter, in denen schon im ersten Jahr der Veranstaltung darüber notiert wurde – lange bevor irgendwelche DFK- und INF-Verwaltungsgremien darüber erfahren durften.

Wie in den vergangenen Jahren waren die Aktiven aufgerufen, sich in den frühesten Morgenstunden des 21. September 2014 in der „Druridge Bay“ in Northumberland einzufinden, um der aufgehenden Herbstsonne in der wohlig warmen Nordsee entgegen zu schwimmen.

Die von den Teilnehmenden erwarteten Spenden gingen zu gleichen Teilen an den „National Trust“ und der „MIND“, einer wohltätigen Gesundheits-Organisation.

Da sollte doch einiges zusammenkommen.
Dachte ich bei mir.

„Regenmacher bist du deppert ... bei den Temperaturen kommt doch keiner ... und dann sollen die Teilnehmer dafür auch noch Geld dafür spenden ... du hast sie ja nicht mehr alle.“

Abwarten.
Schaun wir mal :


http://i2.chroniclelive.co.uk/incoming/article7806101.ece/alternates/s1227b/JS46876207.jpg

„ Regenmacher … nur die beiden ... eine Riesenpleite wird das … das hätte ich dir auch vorher sagen können … eine Riesenpleite“

Oh … nur die beiden ... das ist jetzt wirklich etwas wenig … es ist aber auch ziemlich kühl.

Moment, da hinten im Wasser sind doch schon einige, die sich dort wärmen ... bestimmt kommen noch mehr Teilnehmer.

Und dann …

… kommen sie tatsächlich :


http://i4.chroniclelive.co.uk/incoming/article7806099.ece/alternates/s1227b/JS46876205.jpg

Es werden mehr :


http://i4.chroniclelive.co.uk/incoming/article7806096.ece/alternates/s1227b/JS46876189.jpg

Und noch mehr :


http://i3.chroniclelive.co.uk/incoming/article7806093.ece/alternates/s1227b/JS46876183.jpg

Am Schluss sind es über 300.

„The Independent“ vermeldet noch am gleichen Tage : 350.
( http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/350-skinny-dippers-brave-northumberland-seas-for-mass-naked-swim-at-sunrise-9746916.html )

Kein Rekord, aber mit Sicherheit das (bisher) größte Nacktbadeereignis Schottlands.

Zum Vergleich hier die Zahlen aus den vorhergehenden Jahren :

2012 :
200 (Quelle BBC)

2013 :
ca. 200 (Quelle BBC), Simon Lee, vom National Trust gibt 180 Teilnehmende an.

2014 :
über 300 (Quelle: „Newcastle Evening Chronicle“)
ungefähr 300 (Quelle: „BBC“)
350 (Quelle: „The Independent“)
über 300 (Quelle: „Metro“)

Ob es in diesem Jahr nun 300, 330 oder 350 Teilnehmende waren, das ist mir egal.
Nicht egal ist hingegen, das es neben den „Wiederholungstätern“ auch in diesem Jahr wieder viele „Ersttäterinnen“ und „Ersttäter“ gab.

Peter, der schon häufiger dabei war, fasst es mit den Worten zusammen :

„Es ist eine unbeschreibliche Erfahrung. Wer immer es einmal getan hat, kann nicht mehr davon ablassen“

So wird es immer mehr. Zumindest bedingt passt mir da auch die interne Ankündigung von einer „geheimen“ Nacktbadeaktion in London ins Konzept.

Jetzt geht es aber erst einmal nach Frankreich.
In den Südwesten.
In die Provance.

Zum Nacktwandern und Nacktrei...

Ach – lest doch selbst :


(3) Das ist der Gipfel

Über die Ausflüge eines der drei behördlich anerkannten Nacktwandervereine Frankreichs, des „Les Randonneurs nus de Provence“, habe ich hier in den vergangenen drei Jahren immer wieder berichten können. Fast im wöchentlichen Rhythmus werden – nicht zuletzt auf Initiative von Jean-Paul Guido – nackte Ausflüge im Südwesten Frankreichs angeboten.

Heute will ich über eine dieser Nacktwanderungen vom Sonntag, den 17.August, notieren.

Im Grund war es eigentlich eine kurze Strecke, die es aber – zumindest für Anfänger – in sich hatte, denn von Anfang an geht es bergauf :


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1020803.jpg

Und noch weiter bergauf :


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1020808.jpg

Als alle schon denken „wie weit geht das denn noch nach oben“ kommt die Nacktwandergruppe in eine vergleichsweise fast schon ebenerdige freie Landschaft. Sie bietet einen weiten Blick in die sonnige Bergwelt :


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1020811.jpg

Von hier aus ist … irgendwie ganz nah … das Ziel dieses Ausfluges zu sehen : der „Cime de Piagu“. Mit rund 2330 Metern ist es der höchste Punkt :


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1020815.jpg

Von nun an geht es wieder bergab,


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1020822.jpg

nur unterbrochen von einer kurzen Rast, die Gelegenheit bietet, von wilden Blaubeeren zu kosten :


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1020824.jpg

Trotz der (geschätzten) Weglänge von vielleicht 8 Km ist aus dem sonntäglichen Bergspaziergang – wegen der Steigungen – eine kleine Bergwanderung geworden.

Alle Aktivitäten finden natürlich auch in der Presse lobende Erwähnung. Beispielhaft möchte ich hier einen mehrseitigen Beitrag der „pleine vie“ vom vergangenen Monat (September 2014) erwähnen. Darin wurde dem Nacktwandern nicht nur breiten Raum gegeben,
sondern es wurde auch als integraler Bestandteil der Naturismus-Bewegung dargestellt :


http://www.fichier-pdf.fr/2014/08/20/pleine-vie-1/preview-pleine-vie-1-2.jpg

Unter

http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/files/pleine-vie.pdf

ist der 4-seitige Beitrag abrufbar.

Für die nächste Notiz müssen wir nicht weit springen.
Es geht nach Marseille.

Nein, nein, nach Marseille geht es nicht, denn das lasse ich erst im nächsten Streiflicht geschehen.

Statt dessen bleiben wir bei Jean-Paul Guido, der – angesichts der für Anfänger doch anstrengenden Bergtouren – für Sonntag, den 14.September 2014 zu einer gemischten Veranstaltung einlud.

Nacktwandern mit Nacktreiten.

Etwas genauer : In diesem Fall lud auch Sanda ein. Sie kennt sich mit Pferden aus.

Na – was das jetzt wohl wieder geben wird ?

Tatsächlich kommen am späten Vormittag 16 Erwachsene und 2 Kinder zum vereinbarten Treffpunkt bei Valderoure, wo Sanda den Teilnehmenden die Pferde vorstellt.


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1030135-001.jpg

Es sind nur 5 Pferde, aber da es sich ja um eine gemischte Veranstaltung (Nacktreiten / Nacktwandern) handelt, wird das keine Probleme geben.

So geht es dann bei Sonnenschein und zunehmender Wärme los. Für Marion (18) ist dies das erste Mal, aber dann hat sie im Schutz der Gemeinschaft doch erstaunlich schnell ihre Unsicherheit überwunden, und führt die Nacktreitgruppe an. Für sie ist das Nacktwandern mit dem Pferd eine ganz neue Erfahrung, obwohl – wie sich schnell herausstellt – sie schon lange reitet.

Für Jean-Paul Guido ist es genau umgekehrt, wie uns dieses Bild zeigt :


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/dscn7527-2.jpg
(Jean-Paul Guido versucht sich im Nacktreiten)

„Regenmacher ... nimm mal den Mund nicht so voll … ich möchte dich auf einem Pferd sehen … das sieht sicherlich noch lustiger aus“

Du wirst lachen … aber einer meiner Bekannten aus Bonn … macht auch so etwas … jedenfalls noch vor wenigen Jahren … ich weiß das, denn dort habe ich seinerzeit Nacktwanderungen organisiert … allerdings nicht in der Kombination mit Nacktreiten … vermutlich wäre ich auch zu schwer.

Zurück in die Provence, wo die Gruppe bereits ein ganzes Stück Weg zurückgelegt hat … ohne Unfälle, wenn wir einmal von kleinen Kratzern absehen, die sich Isabel am wilden Rosen zugezogen hat.


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1030151-1.jpg
(im Hintergrund ... der kleine Hügel … ist mit 1600 Metern gar nicht einmal so klein … den sind sie natürlich nicht rauf)

Außerdem ist jetzt wirklich Mittag und alle packen ihren Proviant aus. Nur Sanda – quasi einer der Organisatorinnen – hat nichts mit dabei, was die Teilnehmenden selbstredend schnell ausgleichen.

Dann geht es weiter. Man lernt voneinander. Die Gespräche gehen über Pferde und Nacktwandern. Im Allgemeinen und im Speziellen.


http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/medias/images/p1030146.jpg

Alle Begegnungen – wir sind es ja nun wirklich so gewohnt – ganz friedlich. Weibliche Passanten lächeln, man kommt auch mit ihnen kurz ins Small-Talk-Gespräch. Allein ein männlicher Passant schaut etwas unfreundlich drein.

Summarisch können alle zufrieden sein.
Jean-Paul Guido hat das Nacktwandern um ein Nacktreiten erweitert und diejenigen, die zuvor nur auf den Pferden geritten sind, haben eigene Erfahrungen im Nacktreiten/Nacktwandern machen können.

So muss es sein.
So will ich es sehen.

Wer es etwas ausführlicher haben will, der muss

http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/blog/randonue/randonue-a-la-cime-de-piagu.html

und

http://lesrandonneursnusdeprovence.e-monsite.com/blog/randonue-et-cheval-nu-a.html

besuchen.


(4) Nachricht von Simona aus Italien

Gestern erhielt ich eine Info von Simona Carletti aus Italien, über die ich hier kurz notieren will.

Simona war aufgeregt.

Nun ist es ja so … dass ich (fast) immer auf die Frauen höre. Diesbezüglich mache ich bei den italienischen Frauen keine Ausnahme, wenngleich … man gelegentlich … bei ihrem Temperament … einige Stufen „runterschalten“ muss … um auf den Kern der Sache zu kommen.

Nein – Letzteres ist ein Klischee, das ich in den seltensten Fällen habe bestätigt gesehen.
Lassen wir das also.

Statt dessen will ich ihre Nachricht in den Vordergrund rücken.

Damit diese aber richtig eingeordnet werden kann, muss ich hier einige Bemerkungen einschieben :

Die „Uni Lazio“ – insbesondere deren Abteilung Rom – ist schon lange, lange Zeit damit beschäftigt, mehr nackte Freiräume in Italien zu schaffen. Jene Simona Carletti ist deren Präsidentin – hierzulande würde man schreiben : Vorsitzende.

Auch Carlo Consiglio, mit etlichen hundert Veröffentlichungen fleißiger Professor an der Uni Rom und bis vor wenigen Jahren auch Organisator etlicher Exkursionen, für die übrigens mit diesem Bild :


http://www.unilazio.it/images/uni_montagna.jpg

geworben wurde, gehört zur Stammmannschaft der auch im Verband der italienischen Naturisten (FENAIT) organisierten „UNI Lazio“.

Dieses Mal ging es um einen Strand.
Um den „Santa Severa”, der dort auch als „schwarzer“ Strand bekannt ist.

„Schwarz“ - wegen der dunklen Färbung des Sandes :


https://scontent-a-lga.xx.fbcdn.net/hphotos-xfa1/t31.0-8/p720x720/10547871_701862496571361_2961601297348682729_o.jpg

Unsere Freunde wollen – unter italienischen Bedingungen – den Strand zum offiziellen Nacktbadestrand machen. Um diesem Ziel näherzukommen, übernehmen sie Verantwortung und setzten sich für seinen Erhalt ein, in dem sie z.B. werbewirksam Aktionen zur Säuberung des Strandes von allerlei angeschwemmten Unrat durchführen.

Zuletzt am 16. und 17. August.
Das gibt Punkte. So etwas merke ich mir.

Natürlich dürfen auch Fahnen nicht fehlen, mit denen natürlich kein Besitzanspruch auf den hoffentlich auch weiterhin öffentlich zugänglichen Naturstrand signalisiert, sondern so etwa sie ein Rechtsanspruch aufs Nacktbaden symbolisiert werden soll.


https://fbcdn-sphotos-e-a.akamaihd.net/hphotos-ak-xfp1/t31.0-8/q82/p720x720/10546987_668350976580449_553779938333075845_o.jpg

In diesen Tagen sind unsere Freunde ihrem Ziel wieder ein kleines Stückchen näher gekommen :

Simona vermeldet, dass eine Petition, die ihre Forderung in Worte fasst, nunmehr die Unterstützung von 1000 Personen gefunden hat und gestern an die Stadt Santa Marinella ging.

Gratulation.
Die „TRCgiornale“ und die „Terzobinario“ berichteten gestern darüber.

Letztere mit diesem Bild :


http://www.terzobinario.it/wp-content/uploads/2014/10/FOTO-PETIZIONE-300x225.jpg

Man beachte das INF-Symbol, mit dem wir Sieglinde Ivo, der Präsidentin der INF hoffentlich eine kleine Freude machen.

Wie geht es weiter ?

Heute wird die Petition den Bürgermeister Roberto Bacheca erreichen, der in seinem Terminkalender schon jetzt für Mittwoch, den 29.10.14, eine Eintrag hat :

Eine Delegation der „Uni Lazio“ wird dann bei ihm zu Gast sein. Bei dieser Gelegenheit werden unsere Freunde noch einmal auf die positiven Erfahrungen hinweisen, die in Italien mit der Anerkennung von Nacktbadestränden in letzter Zeit gemacht wurden.

Als da wären :

Strand Capocotta (Rom),
San Vincenzo (LI) in der Toskana,
Camerota (SA) in Kampanien
und Torino di Sangro (CH) in den Abruzzen.

Von letztere habe ich übrigens erst kürzlich hier in den Streiflichtern notieren können.


(5) „Proudly naked at PRIDE 2014“

Schließen möchte ich dieses kurze Streiflicht mit dem Titelbild der aktuellen „going natural“, dem Mitteilungsblatt der „Federation of Canadian Naturists (FCN)“. Wenn man es genau nimmt, dann gehört ja eigentlich auch ein französisch sprechender Arm dazu, die „Fédération québécoise de naturisme (FQN)“.

In voller Pracht heißt es also :
„Federation of Canadian Naturists / Fédération québécoise de naturisme (FCN/FQN)“

Ja, ja, das muss ich schon genau nehmen … denn sonst kriege ich Krach mit Michel Vaïs von der FQN … der legt nämlich Wert auf den französischen Teil … spricht ja auch Französisch … ist aber - darauf legt er gestiegenen Wert - eigentlich Tunesier … wenngleich er in Frankreich studiert hat.

Wie gut das er vermutlich allenfalls nur schlecht Deutsch versteht und hier in den gut getarnten und verborgenen Streiflichtern eh nicht mitlesen würde. Letzteres gilt auch für meine Freunde vom DFK, was wiederum schade ist, denn für die hätte ich … wenn sie denn mitlesen würden … hier jetzt wieder einmal eine dicke Überraschung.

Zunächst erst einmal das Titelbild besagter Ausgabe der „going natural“ :


http://www.bareboutique.ca/images/GN29-2.jpg

Ich finde es gelungen.
Wollt ihr Details dazu ?

„Ja, Regenmacher, erzähl mal“

Gerne.
Also … das Bild hat Jeff Gruen gemacht … auf der Amédée-Insel, New Caledonia ... der Baum … das wird dich interessieren … gehört in die Familie der Banyan-Bäume … das sind Bäume, die in den indischen Religionen eine besondere Rolle spielen … sozusagen spirituell …

„Regenmacher, das mit dem „spirituell“ kannst du ruhig überspringen, wir wollten eigentlich nur die Telefonnummer der freundlich lächelnden Frau …“

Kriegt ihr aber nicht.

Statt dessen will ich eure Aufmerksamkeit auf eines der - auf dem Titelblatt angekündigten - Themen der besagten „going natural“ (Volume 29, Issue 2) lenken :

„Proudly naked at PRIDE 2014“

Dazu muss ich etwas ausholen :
Die „PRIDE“ ist eine Veranstaltung in Toronto, die im weitesten Sinne vielleicht mit der „Loveparade“ zu vergleichen ist. Zumindest dann, wenn man bei letzter die Musik durch politische Forderungen nach Gleichberechtigung von Minderheiten (überwiegend sexueller Minderheiten) ersetzt. So ist es kein Zufall, dass die „PRIDE“ in eine politische Woche eingebettet ist, die auch vielfach für gleichgeschlechtliche Eheschließungen genutzt wird. Aber nicht nur, denn das Thema der PRIDE ist weiter zu fassen.

So weit, dass sich – jetzt kommt die Überraschung – auch eine Abordnung des offiziellen, in der INF organisierten Verbandes der kanadischen Naturisten am 29.06.2014 an der PRIDE beteiligte.

Ron berichtet in der aktuellen „going natural“ (Sommer, 2014) auf den Seiten 22/23 von seinen Erfahrungen, nackt die Hauptstraße Torontos, der „Yonge Street“ entlangzugehen. Die „Totaly Naked Toronto Men (TNT)“, oder – wie Ron schreibt – „Toronto's Naturisten-Männer-Gruppe“ ( die nach einer ihrer Regeln aber natürlich auch Frauen – und alles was es da sonst noch gibt – aufnimmt ) beteiligen sich wohl schon einige Jahre an dem Umzug, so dass sich die Abordnung des Verbandes der kanadischen Naturisten FCN ihnen anschließen konnte.

Das heißt :
Zunächst war einige Zeit des Wartens angesagt. Sie waren nämlich deutlich zu früh am Treffpunkt, der „St. Paul’s Anglican Church“ in der „Bloor Street“. Schon gegen Mittag standen Sandy, Kelly, Ron, Bruce und … Kurt halt dich fest, du musst jetzt ganz stark sein … Karen Grant, die Präsidentin der FCN, nackt an der Kirche herum und erzählten sich was :


http://tntmen.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_5670.jpg
Karen Grant, die Präsidentin der kanadischen Naturisten, mit leichtem Gepäck ( Foto : tntmen.org )

Erst am Nachmittag … so gegen 15:30 … ging es los.


http://tntmen.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_5600.jpg
Karen Grant, die Präsidentin der kanadischen Naturisten, ... ganz entspannt … mit ihrem Mann Bruce (Bart, Sonnenbrille) und weiteren Freunden von der FCN. (Foto: tntmen.org)

Sie zogen „stolz, nackt zu sein“ mit dem Festzug durch Toronto.

Alle Achtung.

Nach der Parade – weiterhin befreit von Kleidung – ging es dann den Weg zurück zur „Church Street“. Dieses Mal allerdings deutlich langsamer, denn immer wieder wurden sie von Passanten freundlich gebeten, sich photographieren zu lassen. Gegen Abend kehrten dann einige noch in den „Steam Whistle Beer Garden“ ein, wo sie auch nackt mit Speis und Trank bedient wurden. Schließlich – inzwischen war es mit 1:00am spät (oder wenn man so will: früh) geworden – liefen sie zur „Bloor Street“, wo ihre Fahrzeuge standen, zurück.

Wer es noch etwas genauer wissen will, der kann in der „going natural“ Volume 29, Issue 2 den von Ron Schout verfassten Bericht auf der Seite 22/23 nachlesen.

Habt ihr die „going natural“ nicht ?

Ok, dann könnt ihr euch besage Ausgabe „Sommer 2014“ für kurze Zeit von der FCN unter

http://www.fcn.ca/documents/GN_29-2_%28Summer_2014%29.pdf

als pdf-file herunterladen.

Meine 10 Minuten sind um.
Es sind nun sogar fast 14 Minuten geworden.

Schluss für heute.
Bis die Tage.


Alle Grüße
michael regenmacher / strothjohann

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